Freitag, 23. Juli 2021

Werbung fragt und sucht Antworten


Wer wagt eine Antwort? Ist doch klar, wird man denken: Ein E-Rezept ist nicht lecker. Warum sollte es in den Mund gesteckt werden? Ganz im Sinne des wohlmeinenden Rates einer Mutter an ihre heranwachsende Tochter: Nimm nichts in den Mund, was vorher nicht abgekocht wurde. Das ist nun doch zu einfach, weil die Werbung subtil mit zwei Ebenen spielt: Einmal  der konkreten und dann mit dem übertragenen Sinn von ‚in aller Munde‘ sein. Toll. Aber leider doppelt daneben. Lediglich 10% der Raucher dürften derzeit E-Zigaretten in den Mund führen. Nichtraucher schon mal gar nicht.  Hier kann folglich nicht  von ‚aller Munde‘ gesprochen werden. Auch der übertragene Sinn, der behauptet über E-Zigaretten werde von allen landauf landab diskutiert, kann weder überprüft noch bestätigt werden. Es steht zu befürchten, dass die Frage sich nicht beantworten lässt. Pech für DocMorris.

Sonntag, 4. Juli 2021

Geschichte wiederholt sich auf leisen Sohlen

 

Erstaunliche Jobannonce: Sind wir schon wieder soweit? Habe ich etwas verpasst?

Sonntag, 2. Mai 2021

Vom Militär lernen heißt: Die Gegenwart meistern

Derzeit wird  diskutiert, dass Corona Geimpften und von Coraona Genesenen bereits bestimmte Bereiche des öffentlichen Lebens wieder zugänglich gemacht werden sollen. Doch wie kann der Mensch auf der Straße, können Gastronome, Einzelhändler etc. erkennen, mit welchem Typus man es gerade zu tun hat? Hier empfiehlt sich eine Anleihe beim Militär: Es werden - analog zu den bekannten Ordensbrüsten - Kodierungen entwickelt, aus denen hervorgeht, ab wann jemand als genesen zu betrachten ist oder welcher Impfstoff wann verabreicht wurde und wie lange eine eine positive Wirkung als gegeben betrachtet wird. Die Kodierungssymbole sind in einer Leiste zusammengestellt und offen für jeden und jede sichtbar in der Öffentlichkeit zu tragen.  In noch näher zu bestimmenden Zeiträumen werden diese Leisten überprüft und eventuell aktualisiert. Manch einer wird einwenden, es gebe Menschen, die Schwierigkeiten haben, Farben auseinanderzuhalten. Hier könnte eine App auf dem Smartphone Abhilfe schaffen. Diese ist in der Lage, die Codeinformationen in Text und Sprache zu übersetzen. Weitere Einwände werden sein: Fälschungen seien hier Tür und Tor geöffnet und überhaupt sei der bürokratische Aufwand  enorm. Es gibt sicherlich Möglichkeiten, hier fälschungssichere Systeme zu entwickeln. Und vor bürokratischem Aufwand schreckt man in Deutschland nicht zurück. Das hat Tradition,  läuft wie geschmiert und schafft Arbeitsplätze im öffentlichen Dienst. In jedem Fall rechtfertigt der Nutzen das Risiko.

Samstag, 24. April 2021

Nachthund

Nachthund
Wie wäre es, wenn sich die hochqualifizierten Nerds angelegentlich alltagstauglichen und relevanten Themen zuwendeten. Aufgabenstellung: Wie ermögliche ich es Zeitgenossen, bei der Bundes-Corona-Notbremse weiterhin in der Nacht unterwegs zu sein? Mögliche Lösung: Gassi mit Hund. Problem: Nicht jede(r) Freund(in) der Nacht hat einen Hund. Lösung: Eine App, die zwischen den Interessengruppen vermittelt. Es muss natürlich kein Hund sein. Auch Frettchen oder Schildkröten brauchen Auslauf. Allerdings sollte das Tier einen ordentlichen Schluck und eine laute Party vertragen können. (Für diesen Tipp nehme ich kein Geld.)


Montag, 19. April 2021

Volkstümliche Impfmusik

 

Um auch die letzten Impfmuffel zu überzeugen, sollte man bekanntes Liedgut in den Dienst der guten Sachen stellen etwa so:

Impf, Impf Brüderlein impf

lass doch die Sorgen zuhaus (Wiederholen)

Meide die Sorgen und meide den Schmerz

dann ist das Impfen ein Scherz. (Wiederholen)

Oder.

Im Frühtau zur Impfe wir ziehn' Fallera

Es winkt  uns Mallorca als Preis  Fallerra

Wir sind hinaus gegangen, die Impfe zu empfangen

Kommt mit uns, versucht es doch auch einmal.

Für weitere Vorschläge bedankt sich Jens Spahn