(https://de.wikipedia.org/wiki/Sympathy_for_the_Devil
)
Scheiße. Ich musss mich als Putinversteher outen. Ich verstehe
ihn, weil er mir so ähnlich ist. Ich würde auch mit großem Krawall irgendwo
einmarschieren lassen. Verluste von Mensch und Material halte ich für
vertretbar. Denn wie schon Stalin sagte: ‚Kein Mensch, kein Problem‘. Und wie
kann man das veraltete Waffengeraffel besser entsorgen als im Krieg? Dann würde
ich dem Gegner kleine militärische Erfolge gönnen und zugleich das Gerücht
streuen, mein Militär sei eigentlich ein Underperformer. Wenn dann der Gegner
sich an dem süßen, billigen Wein dieses Gerüchtes komplett besoffen hat, genau
an der Schnittstelle zwischen Euphorie und Kater… exakt dann würde ich mal so
richtig auf den Tisch hauen. So würde ich das machen. So wird es Putin machen.
Putin ist nur etwas kleiner und älter als ich. Das ist
meinem Verständnis für ihn nicht abträglich. Zudem trägt er wie ich schüttere
Haare. Was man im irdischen Leben so
erreichen kann, hat er erreicht: Prima Immobilien, hochwertige Yachten, Gold und Geld in
Überfluss, zudem wohl das Beste, was der Frauenleistungssport bieten kann. All
das reicht natürlich nicht. Eine große Idee muss her. Die würde ich mir von
willigen Miethirnschwurblern auf den Leib formulieren lassen.
Es sind nur Winzigkeiten, die uns unterscheiden:
Ich spreche weder russisch, noch kann ich reiten. Schriftlichen
Absagen auf Bewerbungen vermitteln uns allerdings die unumstößliche Wahrheit:
Es sind oft nur Details, die den Unterschied ausmachen.