Montag, 11. April 2022

Die überraschende Welt des Tapirs

Außergewöhnliche Texte
Alltagsdinge haben Charme und Zauber, wenn man sie mit ein wenig Exotik abschmeckt. Info: Es handelt sich um Hygienebeutel. Ein 250 Kg Tier, das überdies vom Aussterben bedroht ist, als 'knuffig' zu bezeichnen... so etwas lernt man nicht in der Texterschule. Oder?

 



Samstag, 2. April 2022

Sympathy for the Putin.

 

 


(https://de.wikipedia.org/wiki/Sympathy_for_the_Devil)

Scheiße. Ich musss mich als Putinversteher outen. Ich verstehe ihn, weil er mir so ähnlich ist. Ich würde auch mit großem Krawall irgendwo einmarschieren lassen. Verluste von Mensch und Material halte ich für vertretbar. Denn wie schon Stalin sagte: ‚Kein Mensch, kein Problem‘. Und wie kann man das veraltete Waffengeraffel besser entsorgen als im Krieg? Dann würde ich dem Gegner kleine militärische Erfolge gönnen und zugleich das Gerücht streuen, mein Militär sei eigentlich ein Underperformer. Wenn dann der Gegner sich an dem süßen, billigen Wein dieses Gerüchtes komplett besoffen hat, genau an der Schnittstelle zwischen Euphorie und Kater… exakt dann würde ich mal so richtig auf den Tisch hauen. So würde ich das machen. So wird es Putin machen.

Putin ist nur etwas kleiner und älter als ich. Das ist meinem Verständnis für ihn nicht abträglich. Zudem trägt er wie ich schüttere Haare.  Was man im irdischen Leben so erreichen kann, hat er erreicht: Prima Immobilien,  hochwertige Yachten, Gold und Geld in Überfluss, zudem wohl das Beste, was der Frauenleistungssport bieten kann. All das reicht natürlich nicht. Eine große Idee muss her. Die würde ich mir von willigen Miethirnschwurblern auf den Leib formulieren lassen.

Es sind nur Winzigkeiten, die uns unterscheiden:

Ich spreche weder russisch, noch kann ich reiten. Schriftlichen Absagen auf Bewerbungen vermitteln uns allerdings die unumstößliche Wahrheit: Es sind oft nur Details, die den Unterschied ausmachen.

Freitag, 4. März 2022

Der Schlaf der Vernunft gebiert Ungeheuer

‚Der Schlaf der Vernunft gebiert Ungeheuer‘ so der Titel einer Radierung von Franzisco de Goya.



Eine Analyse mit verblüffender Aktualität. Leider kann Herr Goya aus nachvollziehbaren Gründen nicht mehr in Talkshows auftreten. Angenommen doch. So lautetet sicher eine Frage, wer oder was diese Ungeheuer wären, daraufhin  hätte der gut vorbereitete Goya sicherlich unter anderem  Putin genannt. Die zweite Frage, was Vernunft sei, beantwortete er wahrscheinlich so: Man müsse streng unterscheiden zwischen Vernunft und der findigen Intelligenz, die sich flexibel und beflissen unterschiedlichsten Zwecken andient. Etwa Unternehmungen wie sie im untenstehenden Post(‚Duck and Cover‘) fiktiv geschildert wird. In diese Kategorie gehöre auch der Cum-Ex-Komplex und Unzähliges mehr. Diese Art der Intelligenz lasse sich von den Schnarchgeräuschen der Vernunft nicht irritieren, ja halte das Schnarchen für eine konzentrations- und produktivitätsfördernde Beschallung.

Ahh Vernunft, bemerkt  die Moderation, sei ein weites Feld, das auszumessen leider die Sendezeit überstrapaziere. Nur noch eine kurze Frage:  Wie habe er sich seinerzeit bei dem Erschaffen des Werkes gefühlt? Kurze Antwort bitte. Goya wird fein lächeln und Trost spenden. Vernunft sei nicht tot. Sie schlafe nur, halte bisweilen ausgedehnte Nickerchen.

PS: Der Autor dieser Zeilen ist bei der Suche nach Erklärungen, wie es um das Mindset von Herrn Putin und den Mitbewohnern seiner Blase bestellt sei, auf verstörende Informationen und Hinweise gestoßen. Googeln unter den Stichworten ‚Eurasier gegen Atlantiker‘. Ob das und in welchem Maße das relevant ist, wagt der Autor nicht mit Bestimmtheit zu sagen.