Sonntag, 11. April 2021
Der Beruf Jungfrau ist zum Aussterben verurteilt
Sonntag, 4. April 2021
Allmählich reicht es
Wie tönte es noch jüngst aus Politikermund: Man müsse dem Bürger wieder mehr Verantwortung geben /zugestehen. Offenbar ist das nicht nur auf das Verhalten in der Pandemie gemünzt. (siehe Anzeige in SPON 4.April 2021). Man schreibe etwa: Am 31.3.2021 überfuhr ich mit meinem PKW gegen 17Uhr 15 eine rote Ampel Kreuzung X- und Y-Straße. Ich bitte um Zuweisung der entsprechenden Punkte. Mit freundlichen Grüßen
Die Polizei ist halt überlastet. Helft ihr.Sonntag, 21. März 2021
Wegen des großen Erfolgs. Eine weitere Episode Kopfkino mit Komissar K.
Die Bundesladenverschwörung
Die Leiche liegt in einem weitläufigen, gepflegten Garten am Rande von Wiesbaden. Villengrundstück. Früher Morgen im Frühsommer. Absperrband. Spusi bei der Arbeit. K und Assistentin (A) durch das von einem Uniformierten hochgehaltenen Absperrband.
K zu Pathologen: Was haben wir, Günter? P: Männliche Leiche. Etwa 50 Jahre alt. K: Todesursache? P: Genaues kann ich noch nicht sagen. Muss ihn erst mal auf dem Tisch haben. Aber hier. Einzelner Stich mit einem spitzen Gegenstand ins Herz. K. Das waren Profis? P. Das müsst ihr herausfinden.
K: Wer hat ihn gefunden? P: Der Gärtner. Ist jetzt mit Schock im Krankenhaus. P: Etwas ist sonderbar – der oder die Täter haben ihm die Zunge herausgeschnitten. K: Vor oder nach seinem Tod? P: Da muss ich ihn erst auf dem Tisch haben. Der Mann war hier sehr bekannt. Markus Hübbel. Der war Partner in einer großen Rechtsanwaltsfirma und außerdem Vizevorsitzender des auswärtigen Ausschusses im Bundestag.
Jetzt stürzt herbei eine Frau mittleren Alters im Designerkostüm. Sie ist die Ehefrau des Opfers, Gesine Hübbel-Markwort. In Fachkreisen anerkannte Virologin aber medienscheu.
Frau: Lassen sie mich durch. A: Sie können da nicht hin. Das ist ein Tatort.
Erschütternde Szenen. Frau kurz vor dem Zusammenbruch.
Szenenwechsel Wohnzimmer der Villa. Frau jetzt gefasster.
K: Hatte Ihr Mann irgendwelche Feinde? F: Außer seinen Parteifreunden - nicht das ich wüsste.
K: Ist Ihnen in letzter Zeit etwas aufgefallen? War er anders als sonst? F: Eigentlich nicht. Nur hat er seit Wochen nur geredet von der Bundeslade und den Weisen von Zion. (Aha. Der K. blickt konzentriert. A. macht sich Notizen.) K: Fehlt irgendwas /Irgendwas gestohlen? F. Der Hund ist weg. K: Was für ein Hund? F: Ein King-Charles Spaniel. ( Merke: unsinnig Details sind wichtig. Natürlich kommt das Foto eines derartigen Tieres auf die Tafel mit einem Pfeil zum Mordopfer. Ist da die Erklärung für das Nichtvorhandenseins der Zunge? Die Frage steht nun mal im Raum).
Szenenwechsel: Konferenzraum. K. mit seiner Vorgesetzten. Vertreter von Staatschutz, MAD, Bundesanwaltschaft und Auslandsgeheimdienst. Kompetenzgerangel. Fazit: Der Bundesanwalt übernimmt die Leitung der Ermittlungen. Nein, die Unterlagen, die Hübbel in seiner Tätigkeit als BuTa-Mitglied bearbeitet hat, bleiben unter Verschluss. K. frustriert.
Szenenwechsel - folgen diverse Locations im BuTa-Umfeld. Befragung von Ausschuss/-Fraktions Kolleg*innen. Die Einvernahme des suspekten persönlichen Referenten bringt auch nicht viel. Nur, dass der kurz vor dem Rauswurf stand. Ansonsten Mauer des Schweigens, Ausflüchte, Bedauern, SchrecklichSchrecklich-Floskeln.
Location Polizeipräsidium. K. steht vor der Tafel und heftet das Foto des Referenten an selbige. In Ermangelung eines Fotos der Bundeslade hat der K. das Foto eines Biedermeiermöbels angeheftet. Was es mit der Bundeslade und den Weisen von Zion auf sich hat, das kann unter Umständen Frau Hübbel-Markwort in der dramaturgischen Funktion des Erklärbärs beim Gespräch mit dem K. beisteuern. Schließlich ist sie Wissenschaftlerin und weiß sich zu artizikulieren.
Assistentin vor Tafel flachst (Humor und schlendriger Ausdruck kommen gut an beim Zuschauer): Weisen von Zion / zaristischer Geheimdienst. Der Russe hätte Bundeslade wohl wie Buntes Lada ausgesprochen (hihi). K weist sie zurecht: Das ist nicht zielführend. Dennoch pinnt er das Foto eines Lada Niva an die Wand. Allerdings ohne Verbindungsstrich (noch nicht).
Herein kommt der obligatorische Computernerd. C: Ich hab‘ was für euch. War nicht einfach. Viel Bla Bla und dann das hier. K. bekommt einen Anruf auf seinem Smartphone sagt aber: Passt gerade nicht. Rufe zurück. (tut er natürlich nicht.)
Computernerd weist auf seinen Laptop. Dort sieht man eine Folge von merkwürdigen Zeichen. K. vermutet richtig - kyrillisch. K: Kann hier jemand kyrillische Schrift?
Die Putzfrau kann und übersetzt: VakziProm. (Ein mächtiges russisches Pharma- und Energieunternehmen, mit besten Kontakten zu Putin und Schröder, produziert unter anderem auch Covid-Impfe.)
K. bekommt noch einen Anruf. Ben Stolzius. Freier Journalist und aktives Mitglied in der als liberal geltenden jüdischen Gemeinde in Wiesbaden. Er schlägt dem K. einen Deal vor. Er habe wichtige Infos zum Mordfall. Treffen in einer Shisha-Bar (Wichtig um eine falsche Fährte in Richtung Clankriminalität zu legen. Jedenfalls für die Zuschauer). Stolzius verlangt Exklusivität der Geschichte. K. will das nicht und verweist auf den Dienstweg und Pressekonferenzen. Stolzius ab. Mit seinem Auto.
K. wieder sinnierend vor der Bildertafel. Sein Blick bleibt beim Lada hängen. Es fällt ihm ein: Stolzius fährt ein ebensolches Vehikel, dass er mit Hippie-Psychodelik sehr bunt gestaltet hat. Er murmelt. Buntes Lada, Buntes Lada. (Hier kann man eine Rückblende einführen, weil der Zuschauer die flapsige Einlassung der Assistentin eventuell vergessen hat.) Dem K. wird schlagartig klar: Stolzius ist in Lebensgefahr.
Geschwind aus dem Büro. Blaulichtfahrt, Drohnenperspektive. Quietschende Bremsen vor dem Haus des Stolzius. Kein Parkplatzproblem. K. in den 2.Stock Tür ist offen. Stolzius liegt im eigenen Blute offenbar wieder mit einem einzigen Stich ins Herz zu Tode gebracht. Neben seinem Kopf liegt seine abgeschnittene Zunge. Aus der Mimik des K. ist für jedermann zu lesen, dass er eine Verbindung zum Hübbel Mord sieht. Er stutzt bei der im inneren Monolog (Vorsicht. Innere Monologe sind anspruchsvoll) gestellten Frage, warum der oder die Täter bei Hübbel die Zunge offenbar mitgenommen haben. Er schaut sich in der Wohnung um, entdeckt er alsbald im Spülkasten des Klos die Kamera des Journalisten. Die Bilder der Digitalkamera zeigen äußerst verschwommen Hübbel und zwei Riesenkerle mit Lederjacken und Basecaps und Hoodies. Untauglich für eine weitergehende Identifizierung. Am Kühlschrank mit einem Magneten befestigt findet er einen Zettel mit S. Handschrift. ‚ M 218 €. Er nimmt ihn mit für die Tafel.
Wieder im Büro steht er sinnend vor derselben: Die Erleuchtung 218 € - exakt die Summe, die es braucht, um eine Person im Billigflug von F.a.M. nach Moskau zu bringen.
Folgt Blaulichtfahrt mit Drohnenperspektive zum Flughafen. Unterwegs versucht er noch die, die einschlägigen Behörden zu erreichen. Scheiße, Akku leer.
Am Flughafen angekommen quietscht er vor dem Abflugterminal zum Stand. Kurze Diskussion mit dem ‚Sie können hier nicht parken‘. Dann ab in den Flughafen. Das übliche Kompetenzgerangel zwischen Verwaltung und Bundespolizei. Dann muss der K. erfahren, ein entsprechender Flug nach Moskau habe bereits vor 3 Stunden abgehoben.
Doof: Die Morde werden wohl nicht gesühnt. Wahrscheinlich waren Auftragskiller unterwegs und werden vom Kreml gedeckt. Die Verwicklungen Hübbels in das Impfmittelgeschäft von VakziProm wird u.a. ein parlamentarischer U-Ausschuss übernehmen. Ohne Ergebnis natürlich. ( Erklärbären hier. Ks. Vorgesetze und ein bedauernswert engagierter Vertreter der Bundesanwaltschaft.)
Schlussszene: K. blickt versonnen einem startenden Airbus ( Merke: Unsinnige Details schaffen Authentizität) hinterher.
Sollte die Handlung nicht die Sendezeit füllen, trotz länglicher Blaulichtfahrten - dann noch ein Schwenk in die Privatsphäre des Ermittlers. Wahlweise ist er geschieden, hat einen nervigen Teenager aber eine für seine Einkommensverhältnisse überraschend große, gut ausgestattete Wohnung, ein Drogen- oder Alkoholproblem. Traumata. Oder alles zusammen.
Mittwoch, 10. März 2021
Die Mutter aller Prime-Time-Öffentlich-Rechtlich-Krimis. Ein Kopfkinoerlebnis.
Die Suche nach dem Bernsteinzimmer. Oder ‚Die Mutter aller Prime-Time-Öffentlich-Rechtlich-Krimis mit Realitätsbezug und Lernangebot“. Ein Exposé nach einer Idee von Justus W. und dem Verfasser dieses Blogs.
About. Es gibt wahrlich noch viele ungelöste Rätsel. Etwa: Wo ist der Nazi-Goldzug? Wer hat die Bundeslade? Warum kamen die Nazi-Ufos zu spät für eine entscheidende Wende im WK2 und wo sind sie jetzt? Im Kyffhäuser? Wer hat beim Tauchgang des russischen Atom-U-Boots kurz vor dem Tauchgang das Klofenster offengelassen und somit die Katastrophe heraufbeschworen? Und immer wieder schön: Wo ist das Bernsteinzimmer? Der Plot eignet sich vorzüglich für ein deutsches Prime Time Krimiformat á la Tatort und Co. Die einzelnen Handlungsteile sind bekannt, gewohnt und somit leicht nachzuvollziehen, sie verstören nicht. Und üblicherweise beginnt alles mit einer Leiche. Unverzichtbar: Jede Menge Absperrband.
Handlung
Tatort: Industriegelände. Nacht. Regen. Scheinwerfer. Mit Absperrband eingezäuntes Areal. (Absperrband darf nie fehlen.) Die Spusi bei der Arbeit. Kommissar & Assistentin am Schauplatz. Ein Uniformierter hebt das Absperrband , um die Beamten durchzulassen. Dialog Kommissar / Mediziner (Pathologe)
K: Was haben wir, Günther? M:Weibliche Leiche um die 30. K: Todesursache und Todeszeitpunkt? M: Kann ich nicht genau sagen. Muss ich erst auf dem Tisch haben. K: Wann? M: Vielleicht in drei Tagen. K.: Also morgen.
Es stellt sich heraus, die Tote ist die seit 2 Tagen vermisste 29-jährige Studienrätin (Bio und Geschichte) Meike Kleinschmidt. Die Ermittlungen scannen das persönliche Umfeld, finden heraus, dass sie nur wenige private Kontakte hatte, konzentriert sich auf das schulische Umfeld. Es gibt Rückblenden, die das Opfer vor der Klasse zeigen, im Lehrerzimmer. Es gibt Dialoge , die den Zuschauer verwirren, auf bestimmte Fährten bringen sollen. Verdächtig machen sich bei dem Verhör der verhaltensauffällige Musiklehrer, ein oder 2 Schüler der Abschlussklasse. Hatte Meike sexuelle Abenteuer in diesem Kreis? Die strengen Befragungen weisen darauf hin.
Kommissar und Assistentin stehen vor einer durchsichtigen Tafel mit entsprechenden Fotos. Der K. schiebt Fotos hin und her. Verbindet sie mit einem farbigen Marker und einer Schnur. Schüttelt den Kopf und sagt: „Wir haben nix“. Sackgasse. Herein stürmt der übliche Computernerd. (Gern fettige Haare, schwächliche Erscheinung, Pullunder) Er hat was im Darknet gefunden. Mareike unterhielt einen Blog im rechtsradikalen Umfeld zum Thema Bernsteinzimmer. Aufgrund dieser Info verschiebt der K. wieder Fotos und zeichnet eine Linie von dem Foto Meikes zu dem Logo der rechtsradikalen Gruppe und einem vergilbten Foto, das angeblich das original Bernsteinzimmer zeigt. Ein neuer Ermittlungsansatz. Staatsschutz MAD und BKA werden eingeschaltet. Es gibt nervtötende, unsinnige Diskussionen zwischen der Vorgesetzten von K. und Vertretern der Geheimdienste. Kompetenzgerangel.
In dem Blog findet sich auch ein kryptisches Kürzel BT 74 II S 234?. Der K. schreibt das auf die Tafel zeichnet eine Verbindungslinie dahin von Meikes Foto. Steht sinnend davor und hat eine Eingebung. Stürzt aus dem Raum, vorbei an seiner konsternierten Assistentin. Auf ins Postmuseum. Hier findet er die Auflösung des kryptischen Kürzels. Berliner Telefonbuch von 1974 2. Band S234. Er reißt die entsprechende Seite heraus. Im Kommissariat heftet er die Seite an die Tafel, zeichnet eine weitere Linie und steht wieder grübelnd. Abblende. Offenbar nächster Tag. Der K. steht immer noch grübelnd. Assistentin reicht ihm Kaffee. Plötzlich hat er es. Sagt kurz angebunden ‚Scheiße‘ und stürmt mit der A. aus dem Raum. Fahrt durch Berlin. Dramatik. Entsprechende Musik. Fahrt aus der Drohnenperspektive (kann gerne mal ein oder zwei Minuten dauern. K. fährt neuestes Modell eines deutschen Premiumherstellers allerdings in der Ausstattungsvariante Blaulicht). Quietschende Bremsaktion vor der Zieladresse, ein Gründerzeitwohnblock in Neukölln, kein Parkplatzproblem. Zu Ks. großer Überraschung ist das Gebäude bereits mit NATO-Draht abgesperrt. Diesmal von einer Spezialeinheit der Armee. Der hier verantwortliche Major mit Fleckenanzug und Tarnbemalung will ihn nicht durchlassen. Böse Worte, Kompetenzgerangel. Schließlich gelingt es dem Kommissar und seiner Assistentin mittels einer Finte, die Barriere zu überwinden. Sie stürmen mit gezogener Waffe in den dritten Stock. Klingeln.
Ein Mann, mit großem Bauch und Feinrippunterhemd und Kampfhose öffnet. M: Ja?
K.: Sind Sie Herr Stein? M.:Wer will das wissen? K.: Bernd Stein? M.(spricht Berlinerisch wg. des Lokalkolorits.): Det binick. K.:Haben Sie noch diese Zimmer. M: Na suuper. Endlisch kümmert sich mal jemand. Komme ja nich mehr rin in dit Zimmer. Schlüssel weg. K. zu seiner Assistentin: Aufbrechen. Assistentin benachrichtig per Sprechfunk die TürAufbrechSpezialkräfte. Die müssen allerdings erst noch angefordert werden. Kaserne. Einsatzkräfte in Fahrzeuge. Wieder Blaulichtfahrten u.a. Drohnenperspektive. Mann sagt: Dit mitm Uffbrechen lassen se mal. Wer zahlt mir dit denn. Mein Vamieter? Am Arsch Leute.
Hier könnte die Handlung jetzt in die finalen Momente eintreten. Handschellen. Abführen. Verhöre. Das jedoch nur falls der K. Im Flur Verdächtiges bemerkt hat. Eine Reichskriegsflagge oder etwa einen Schmuckteller mit den Insignien der rechtsradikalen Gruppierung.
Falls die 90 Minuten noch nicht voll sind, muss eben flugs noch im rechtsradikalen Milieu ermittelt werden. Und dort findet man den Täter: Es ist der verhaltensauffällige Musiklehrer. Sein großer Fehler: Er trägt auch bei niedrigen Außentemperaturen Sandalen, meist ohne Socken (So verschroben ist der Kerl.) So fallen der Assistentin 2 Tattoos auf. Ein Hakenkreuz auf dem rechten großen Zeh und die Zahl 18 auf den Zehen in unmittelbarer Nähe. Der K. sagt zu ihr: Gute Arbeit.
Für die Zuschauer, die das Warum und Wieso bis dahin nicht kapiert haben, referiert der K. vor einer größeren Runde aus LKA,BKA und Geheimdiensten ungefähr wie folgt:
„Es hat nie ein Bernsteinzimmer gegeben. Immer nur Bernd Steins Zimmer. Das hatte das Opfer herausgefunden. Wahrscheinlich ist dieses Missverständnis durch einen Übermittlungsfehler entstanden. Damit die rechtsradikale Gruppe den Mythos aufrechterhalten konnte, musste Meike final zum Schweigen gebracht werden.
Betroffene Blicke in der Runde. Man vereinbart Stillschweigen: Kein Wort an die Presse.
Tja Leute, so gehen Tatort und deutsche öffentlich-rechtliche Krimiunterhaltung heute. Herr W. und der Verfasser dieses Blogs entwerfen bereits das nächste Exposé zum Thema ‚Suche nach dem Nazi-Goldzug‘ . Mit dabei ein Ermittler, angelehnt an Indianer Jones. Skelette von SS-Wachmannschaften. Magda Goebbels. Auf den Tunnelwänden hinterlassene obszöne Liebesbotschaften an dieselbe. Von der SS am Spieß gegrillte Kinder, die in Ermangelung von Frischobst eine Dose Leberwurst statt eines Apfels zwischen den Kiefern hatten. Dem Zufallsfund einer staubbedeckten Mao Bibel nebst einer alten chinesischen Armeemütze und der Erkenntnis des Ermittlers: Hier stimmt was nicht. Das passt einfach nicht. Ob das Gold im Goldzug tatsächlich Gold ist? Das wird noch nicht verraten.
Mittwoch, 3. März 2021
Bekenntnisse eines anonymen Krisengewinnlers
Ich bin Krisengewinnler. Demnächst werde ich den Job als zertifizierter Outdoor-Auflöser-Illegaler-(Sport)Aktivitäten antreten. Denn solche Bilder unbotmäßigen Treibens (aufgenommen im harten Lockdown) wollen wir nicht mehr sehen. In Aussicht steht die Weiterqualifizierung zum Familientreffen-Überwachungs-Fachkraft. Hier wird zunächst olfaktorisch gearbeitet. Denn jede Familie entwickelt einen spezifischen Geruch, den es den einzelnen Personen zuzuordnen gilt. Bei der Altersfeststellung von Individuen unter 14 Jahren hilft im Zweifel eine Untersuchung der Wachstumsringe des Oberschenkelknochens. Zur Grundausstattung gehören deshalb Vergrößerungsglas, Betäubungsmittel und Knochensäge (wird gestellt). Meine vieljährige Erfahrung in der Kommunikationsbranche gepaart mit einem gewinnenden Auftreten wird verhindern, dass ich körperlich angegriffen werde. Was auch immer die Corona-Runde beschließt / beschließen wird – ich bin flexibel. Der Job ist schlecht bezahlt. Aber wie sagte bereits J.F. Kennedy: Ask not what your country can do for you… Verhindert die Überlastung der Ordnungskräfte im öffentlichen Dienst. Das ist das Ziel.





